Nr. 52-1 vom 19.12.2014

j

Standpunkt

Ein besonderes Weihnachtsbild

Am Grabmal Heinrichs im Bamberger Dom empfinde ich nach, welch geistige und politische Größe die Herrschaft dieses Kaisers in der deutschen Geschichte darstellt. Heinrich II., der im Jahr 1002 in Mainz zum deutschen König gewählt und 1014 in Rom durch Papst Benedikt VIII. zum Kaiser gekrönt wurde, gründete 1004 gegen den Widerstand des Würzburger Bischofs das Bistum Bamberg und ließ einen Dom erbauen, der 1012 vollendet war. Bei der feierlichen Weihe waren 30 Bischöfe aus dem ganzen Reich versammelt und Heinrich beschenkte seine Lieblingsstiftung Bamberg mit vielen kostbaren Gaben, Juwelen, Stoffen, Silber- und Goldgeräten und mit ausgedehntem Grundbesitz, der bis in den Harz und nach Kärnten reichte.

Eine der kostbarsten Gaben war das auf der Bodensee-Insel Reichenau gefertigte Perikopenbuch, dessen Äußeres bereits den imperialen Charakter dieses Buches belegt: im Großformat von 320 mal 425 Millimeter ist der heilige Text auf  410 Pergamentseiten geschrieben und mit 40 ganzseitigen Miniaturen und Schmuckseiten illustriert, viele der Bilder echt vergoldet. Das Wort „Perikope“ kommt übrigens vom griechischen „perikóptein“ (herausschneiden). Perikopen sind dementsprechend die Abschnitte aus den vier Evangelien, die nach alter Ordnung an Sonn- und Feiertagen im Gottesdienst zur Verlesung kommen.

Das Benediktinerkloster Reichenau war damals berühmt wegen seiner Buchschätze und seiner Schreibwerkstatt, aus der viele wertvolle liturgische Bücher hervorgingen. Von unvergleichlicher Qualität, ist das Perikopenbuch Heinrichs II. ein Kulturdenkmal allerersten Ranges. Auf dem Widmungsblatt wird der Stifter gerühmt: „Freudig hat Heinrich, im Glanz des Glaubens erstrahlend mit anderen Kleinodien dieses Buch, das Gottes Gebot enthält, gestiftet, fromm, aus Liebe zu Gott, in den Schatz des Doms. Dort sei es eine Zierde für ewige Zeiten.“

Schon der Anblick des Buchdeckels überwältigt: ein Elfenbeinrelief darstellend die Kreuzigung Christi und die Frauen am Grabe, der Rahmen mit Gold, Steinen und Perlen besetzt. Dieser Prachtband wurde wohl nur an besonderen Feiertagen im Gottesdienst benützt, sicherlich beim Besuch Papst Benedikts VIII. in Bamberg 1020 und später, als der Kaiser und seine Mitregentin Kunigunde nach ihrem Tod im Bamberger Dom beigesetzt wurden. Sicher auch dann, als das Herrscherpaar heiliggesprochen wurde. (Heinrich ist der einzige heiliggesprochene deutsche Herrscher.)

Ein halbes Jahrtausend nach ihrem Tod schuf Tilman Riemenschneider in vierzehnjähriger Arbeit aus Solnhofer Marmor das berühmte Kaisergrab, in das die Gebeine der beiden überführt wurden und das bis heute im Mittelschiff des Doms zu bewundern ist.

Lange zählte unser Perikopenbuch zu den Prunkstücken des Bamberger Domschatzes, bis es im Zeitalter der Säkularisation 1803 nach München gebracht wurde und seitdem unter der Bezeichnung Clm 4452 in der Bayerischen Staatsbibliothek aufbewahrt wird.

Das Bild „Verkündigung an die Hirten“, das in leuchtenden Farben die Perikope Lukasevangelium Kapitel 2 Vers 8 – 14 erzählt und das ich in der neuen National-Zeitung vorstelle, bildet zusammen mit dem Geburtsbild eine Doppelseite. Der Meister des Perikopenbuchs verzichtet auf allen seinen Bildern auf schmückende Details, er stellt die Figuren in einen weiten leeren Raum und lässt allein durch die Ausdruckskraft der Bewegung das Wesentliche einer Geschichte erkennen.

Dieses vor 1.000 Jahren entstandene Buch und sein Weihnachtbild sprechen auch uns Heutige an; sie verkünden uns, dass mit der Geburt Christi ein neues Weltzeitalter angebrochen ist. Der Philosoph G. W. Fr. Hegel hat dieses Weltereignis mit den Worten ausgedrückt: „Bis dahin – Geburt Christi – und von da ab geht die Weltgeschichte!“

Pfarrer Paul Fischer

Einige der aktuellen Themen in der Ausgabe vom 19. Dezember 2014

DAS SAUDISCHE FRAGEZEICHEN

Saudi-Arabien ist rund sechsmal so groß wie die Bundesrepublik, hat eine Bevölkerungsdichte von nur 12,3 Einwohnern pro Quadratkilometer, besitzt 16 Prozent der nachgewiesenen Ölreserven der Welt – und nimmt keine Flüchtlinge aus Syrien auf. Und Washington, von dem Riad abhängig ist, scheint mit dieser Politik kein Problem zu haben …

PEGIDA AM PRANGER

In Deutschland braucht man zum Demonstrieren keine obrigkeitliche Genehmigung. Doch statt sich zu freuen, dass sich aus der Mitte des Volkes etwas regt, dass die Demokratie lebendig ist und funktioniert, sind regierende Politiker umgetrieben von dieser Tatsache. Eindrücke aus Dresden und ein paar Takte zur Bedeutung und zum Wert der Versammlungsfreiheit in einem demokratischen Gemeinwesen.

DIE VERHÖRE DER CIA

Wer noch immer gedacht hatte, dass Folter eine Spezialität despotisch regierter Drittweltstaaten sei, wurde durch den Untersuchungsbericht des Geheimdienstausschusses des US-Senats zu den Verhörmethoden der CIA eines Besseren belehrt. Wie CIA-Chef Brennan die Taten „entschuldigt“ und wie tief EU-Staaten verstrickt sind.

HOCHSTEUERLAND

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) rügt im Rahmen einer neuen Studie die hohen Steuern und Abgaben in der Bundesrepublik Deutschland. Die damit angesprochene Tatsache hat weitreichende Folgen.

KAUM INTERESSE AM PARLAMENT?

Immer weniger Bürger verfolgen die Debatten im Deutschen Bundestag. Nur jeder Zweite kann die aktuellen Oppositionsparteien benennen. Was sich dagegen machen lässt.

ALPENVEREIN MIT
„JAHRESABSCHLUSSFEIER“

Aus vermeintlicher Rücksicht auf andersgläubige Zuwanderer hatte der Alpenverein in Bad Tölz zu einer Jahresabschluss- statt zur Weihnachtsfeier geladen. Damit löste er eine Protestwelle. Wenn die Entchristlichung Schule machen soll, gibt es angesichts der traditionellen Bergfrömmigkeit viel zu tun. Ein Blick ins Alpenverein-Museum in Innsbruck.

„VERSORGUNGSLÜCKE“

In Stuttgart hat eine auf Abtreibungen spezialisierte Klinik Mühe, neue Räumlichkeiten zu finden. Zu groß ist der Protest aus der Bevölkerung. Doch „pro Familia“ zeigt sich konsterniert. Es drohe eine „Versorgungslücke“ in der Stadt. Falls es für das auslaufende Jahr bislang an „Unwort“-Ideen mangeln sollte – das wäre ein Kandidat.

EROBERER DES ALLS

Vor 25 Jahren, am 28. Dezember 1989, starb Professor Hermann Oberth, der Raketenpionier und Visionär. Wie kaum ein anderer hatte er früh die Bedeutung und enormen Potenziale der Weltraumforschung erkannt. Sein Weg, sein Werk, seine Auffassungen.

DIE PRINZESSIN MIT DEM PINSEL

Elizabeth von Großbritannien, Irland und Hannover, nach ihrer Heirat Landgräfin von Hessen-Homburg, war eine begabte Künstlerin, berühmt für ihre Bildung und Güte. Sie ist fast 48 Jahre alt, als sie Erbprinz Friedrich von Hessen-Homburg, ihren „Fritz“, heiratet. In ihn soll sie sich auf den ersten Blick verliebt haben, als er 1814 mit den Verbündeten in London den Sieg über Napoleon feierte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie wollen den „Standpunkt“ kommentieren oder uns auf einen Sachverhalt aufmerksam machen? Bitte!

Ihr Leserbrief

Ihr Name (Pflichtfeld)

Ihre E-Mail-Adresse (Pflichtfeld)

weiterlesen →

Nr. 51 vom 12.12.2014

2014/12/NZ51-14.jpg

Standpunkt

Die Sensibilitäts-Lücke

Wenn „politische Korrektheit“, jenseits aller Übertreibungen, einen guten Kern hat, dann wären das eine gewisse Achtsamkeit im Umgang und Respekt vor den Gefühlen anderer. Die „taz“, die sich auf diesem Gebiet einiges zugutehält, verliert bemerkenswerterweise jede Zurückhaltung, wenn es um deutsche Opfer und um Kriegsverbrechen wie das des 13./14. Februar 1945 an der sächsischen Kapitale geht.

Hekatomben von Toten, vor allem Frauen und Kinder, halten das Blatt nicht davon ab, die Ruine der im Februar 1945 durch Bomben zerstörten, zwischen 1994 und 2005 wieder aufgebauten Frauenkirche für sinnfreie Kalauer wie „Das war der IS!“ und „Bomber-Harris war Moslem“ zu verwenden. Der Monumentalbau fiel in der Nacht vom 13. zum 14. Februar 1945 dem in Dresden ausgelösten Feuersturm zum Opfer; am Morgen des 15. Februar stürzte er ausgebrannt zusammen. Die Ruine der Frauenkirche galt als „Denkmal für die sinnlose Zerstörung der Stadt“, wie die DDR-Nachrichtenagentur ADN zu entsprechenden Bildern notierte.

Was die „taz“ unterhalb des Fotos schreibt, ist übrigens auch noch sachlich falsch: „Nur Martin Luther steht noch: die fast komplett zerstörte Frauenkirche in Dresden.“ Das Luther-Standbild aus dem Jahre 1885 steht auf der Aufnahme in Wahrheit nicht „noch“, sondern wieder. Es war durch die Bomben umgestürzt und wurde erst am 13. Februar 1955, zum „10. Jahrestag des verbrecherischen Terrorangriffs“, wie es während des Kalten Krieges, nichtsdestoweniger in der Sache zutreffend hieß, halbwegs wieder her- und aufgestellt.

Anders als einst die SED übt sich ein antideutsch gefärbter Teil der Linken heute in Kaltschnäuzigkeit gegenüber Leid und Entbehrung derjenigen, die auf der Verliererseite standen.

Was ist eine Sensibilität wert, die von der Gendergerechtigkeit bis zur sexuellen Orientierung kein Thema auslässt, um plötzlich in Gefühllosigkeit umzuschlagen? „Wer das Weinen verlernt hat, der lernt es wieder beim Untergang Dresdens“, meinte Gerhart Hauptmann. Oder eben nicht.

B. Schreiber

 

Einige der aktuellen Themen in der Ausgabe vom 12. Dezember 2014

DIE NEUE REGIERUNG IN KIEW

Das im Hauruckverfahren vom Parlament abgesegnete Kabinett des ukrainischen Ministerpräsidenten Jazenjuk ist in mehrerer Hinsicht ein Unikum. Drei Ministern wurde zum Beispiel erst kurz zuvor die ukrainische Staatsbürgerschaft verliehen. Wer sind die Köpfe? Wie ferngesteuert sind sie?

MIT VOLLGELD AUS DER FINANZKRISE?

Eine Volksinitiative in der Schweiz will erreichen, dass nur die Nationalbank Geld erzeugen kann, so wie es die Bundesverfassung eigentlich vorsieht, und zwar nicht nur Münzen und Scheine, sondern auch elektronische Zahlungsmittel, die heute 90 Prozent des Geldes ausmachen. Wie könnte das Geldsystem der Zukunft aussehen?

IN DEN TRÜMMERN VON GAZA

Mindestens 100.000 Palästinenser sind seit dem Gaza-Krieg des vergangenen Sommers obdachlos. Junge Palästinenser suchen in den Ruinen nach Material für den Wiederaufbau. Doch der gestaltet sich schwierig, denn auf Zement warten sie vergeblich – die Wege in den Streifen sind blockiert. Von der Situation vor Ort berichtet Mohammed Omer.

DER GRIFF NACH WESTAFRIKA

Anfang 2014 hatte die US-Armee in 13 afrikanischen Staaten „Stiefel am Boden“. Was steckt dahinter? Die „Trans-Sahara Partnerschaft zur Terrorismus-Bekämpfung“ und wie Washington eine rohstoffreiche Region unter Kontrolle bringen will. Ein Hintergrundbericht von Dr. Bernhard Tomaschitz.

WEM NÜTZT DIE FRAUENQUOTE?

Vorgesehen ist, dass börsennotierte und mitbestimmungspflichtige Großunternehmen ab 2016 bei einer Neuwahl des Aufsichtsrates 30 Prozent der Mandate an Frauen zu vergeben haben. Bringt das die Gleichberechtigung der Geschlechter voran?

WIE STABIL IST SCHÄUBLES
„SCHWARZE NULL“?

Die von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble geplanten verschuldungsfreien Haushalte stehen auf tönernen Füßen. Bund der Steuerzahler und Bundesrechnungshof sind skeptisch.

DER BÖSE BEI BOND

Christoph Waltz wird im neuesten Bond-Film den Bösewicht spielen. Er ist nicht der erste deutsche Gegenspieler von 007. Wir erinnern an die deutschen Darsteller, die zum Erfolg der Agentenserie beitrugen und von denen einer bis heute unerreicht ist: Gert Fröbe alias Goldfinger.

GÖTZ VON BERLICHINGEN BEI RTL

Als Fernsehereignis des Jahres hatte RTL „Götz von Berlichingen“ angepriesen. Konnte der Ritterfilm das Versprechen halten? Da wurde munter ins Blaue fabuliert, erfunden und erdichtet und von Goethe oder gar dem historischen Ritter mit der eisernen Hand blieb wenig übrig. Dennoch hatte der Streifen durchaus, auch dank des Hauptdarstellers, seinen Reiz. Eine Filmkritik.

weiterlesen →

Nr. 50 vom 5.12.2014

j

Standpunkt

Die Münchner Trümmerfrau

Seit Mai 2013 steht in München an unauffälliger Stelle ein schlichter Gedenkstein, der die Aufschrift erhielt:

„Den Trümmerfrauen und
der Aufbaugeneration
Dank und Anerkennung
München nach 1945

Im Wissen um
die Verantwortung”

Vor einem Jahr schritten die „grünen” Landtagsabgeordneten Sepp Dürr und Katharina Schulze zu einer „Denkmalverhüllung“ mit der Parole: „Den Richtigen ein Denkmal. Nicht den Alt-Nazis”. Am 3. Dezember 2014 nun veranstalteten beide Politiker im Landtag ein „Fachgespräch” mit dem Titel „Oma und Opa – Helden oder Nazis?“ zur „Debatte um das sogenannte Münchner ,Trümmerfrauen’-Denkmal”. Dürr kündigte bei dieser Gelegenheit an: „Ich werde einen Antrag stellen, das sogenannte Trümmerfrauen-Denkmal zu beseitigen.“ Er versteht nicht, warum die von ihm propagierte Behauptung, dass es in München keine Trümmerfrauen gegeben habe, auf so viel Ablehnung stößt: „Aber viele glauben das einfach nicht. Warum ist das so schwer zu glauben?”

Vielleicht sollte der Abgeordnete sich genauer in den Stadtteilen umsehen. In der gerade erschienenen Ausgabe 2015 des „Pasinger Archivs” etwa fände er den Beitrag „Aus dem Kriegs-Tagebuch von Ingrid Rohlfes“: Die 1925 geborene Frau, ihr Mädchenname lautete Vock, wollte Apothekerin werden. 1944 bekam sie, die seit März 1943 Angriff um Angriff auf München erlebt hatte, eine Anstellung als Auszubildende in der heute noch bestehenden St.-Jakobs-Apotheke am Pasinger Marienplatz. Am 19. Juli 1944 („1944 war der Juli der schlimmste Monat“) erhielt die Apotheke einen Volltreffer, die Mitarbeiter hatten im Keller Zuflucht gesucht: „Zum Glück konnten wir uns herausarbeiten.“ Auch in ihrem Zuhause im selben Münchner Stadtteil überlebte Ingrid Vock bis Kriegsende zahlreiche Angriffe, zum Beispiel am 19. April 1945: „Es ging Schlag auf Schlag. Wir klammerten uns aneinander, Günther schrie und weinte: ,Mutti, es soll doch aufhören!’” Oder: „Am 26. April 1945 nachts lagen wir zum dritten Mal in dieser Woche im Bombenteppich.“

Der Artikel über ihre Kriegs- und Nachkriegserlebnisse im „Pasinger Archiv”, den Ingrid Rohlfes wenige Wochen vor ihrem Tod am 28. August 2014 noch korrekturgelesen hat, endet mit den Sätzen: „Nach dem Krieg mussten die Menschen wieder ganz von vorn anfangen. So auch die Schwestern Vock. Ingrid wollte studieren. Um aber einen Studienplatz zu bekommen, musste sie erst einmal zum Arbeitsdienst. In einer Gruppe von neun anderen Frauen wurde sie im Straßenbau und zur Schutträumung eingesetzt. Es war ein hartes Stück Arbeit. Nur wenn die Trümmer zu schwer waren, halfen immer wieder einige Männer. Nach einem halben Jahr als Trümmerfrau konnte sie an der Uni München studieren und schließlich ihren Weg als Apothekerin beginnen.“

Deshalb sehen viele keinen Anlass, einfach daran zu glauben, dass es Trümmerfrauen in München nicht gegeben habe!

B. Schreiber

Einige der aktuellen Themen in der Ausgabe vom 5. Dezember 2014

LEHREN AUS TUĞÇES TOD

Mindestens drei Lehren lassen sich aus dem gewaltsamen Tod der 23-jährigen Lehramtsstudentin Tuğçe Albayrak ziehen, die in Offenbach das Opfer des wiederholt mit kriminellen Handlungen in Erscheinung getretenen serbischen Staatsangehörigen Sanel M. wurde.

DER UNBEQUEME MINISTER HAGEL

US-Verteidigungsminister Chuck Hagel war für US-Präsident Obama offenbar nicht mehr der richtige Mann: Nach nicht einmal zwei Jahren im Amt erklärte der einzige Republikaner im Kabinett vergangene Woche seinen Rücktritt. Gut informierte Kreise sagen, Hagel sei nicht freiwillig gegangen. Warum wurde er gefeuert?

LEITFIGUR PUTIN?

Diskutiert wird über Russlands angebliche Strategie zur Einflussnahme auf die Politik anderer Staaten. Was ist da überhaupt dran? Und kommt es aus deutscher Sicht darauf an, ob im Kreml Konservative oder Kommunisten den Ton angeben? Oder darauf, dass man sich nie wieder gegenseitig das Dasein zur Hölle macht?

DAS LEBEN GEHT WEITER

Unser Korrespondent Mohammed Omer berichtet aus Rafah. Der dortige Grenzübergang nach Ägypten ist seit Monaten geschlossen. Ägypten richtet eine Pufferzone zum Gazastreifen ein. Omer spricht mit den Menschen, die dort leben. Worauf sie warten und hoffen.

WIDERSTAND GEGEN TTIP UND CETA

Die geplanten Freihandelsabkommen bedrohen rechtsstaatliche und demokratische Prinzipien. Immer mehr Menschen protestieren dagegen und fordern, die entsprechenden Verhandlungen mit den USA zu stoppen und das bereits ausgehandelte Abkommen mit Kanada nicht zu ratifizieren.

SCHWEIZ: DREIMAL NEIN!

Pauschalsteuer-, Ecopo- und Gold-Initiative: Mit großer Mehrheit haben die Schweizer am vergangenen Sonntag per Volksabstimmung gleich drei Initiativen zu unterschiedlichen Themen abgelehnt. Dazu Hintergründe.

TIERQUÄLEREI! ODER NICHT?

Im Rahmen der ARD-Themenwoche zum Bereich „Toleranz“ brachte es der Hessische Rundfunk fertig, sich in verständnisvoller Art und Weise der Zoophilie beziehungsweise Sodomie zu nähern. „Eine besondere Art der Liebe?“ – Tierschützer laufen seither Sturm.

WARUM DIE WAFFEN SCHWIEGEN

Weihnachten 1914: Männer aus britischen und deutschen Schützengräben treffen und grüßen sich auf dem Schlachtfeld. „Happy Christmas, Tommy!“ – „Dir auch, Fritz!“ Eine englische Supermarktkette setzt in ihrer Werbung derzeit auf diese Bilder einer wahren Begebenheit. Wie es zum Weihnachtsfrieden kam und warum sich die Soldaten immer wieder am Prinzip „leben und leben lassen“ orientierten.

UNSICHTBARE IN UNIFORM

Im Triumphbogen in Paris, der auch das Grabmal des „Soldat Inconnu“ birgt, widmet sich seit Ende November eine Fotoausstellung den unbekannten Soldaten des Ersten Weltkriegs: Erschütternd plastische Bilder leerer Uniformen fordern den Betrachter auf, mit seiner Vorstellungskraft den Unsichtbaren ein Gesicht zu geben.

weiterlesen →

Nach oben